Gasverdichterstation/OPAL

Die Gasverdichterstation befindet sich z.Zt. noch im Testbetrieb; die untigen, prognostizierten Emissionen treten erst dann vollumfänglich ein, wenn OPAL voll ans Netz geht.

Das ohrenbetäubende Pfeifen bei Testbetrieb wird aber den Radeländern und Baruthern schon aufgefallen sein. Wenn das Dauerzustand wird, wird es unerträglich.

Quelle der untigen Prognosen/Daten alle zu finden auf: http://www.baruth-opal.de

Wir beziehen uns ausdrücklich auf die Angaben der Kollegen von „baruth-opal.de“ und geben ihre persönliche Einschätzung hier wieder.

  • 535.000.000 kg CO2-Ausstoß im Jahr (entspr. Jahres-Emission von 300.000 VW Golf)
  • 500 °C Abgastemperatur – mitten in einer der trockensten Regionen Deutschlands (Kiefernwald)
  • Verbrennung von fossilem Rohstoff (-> Betrieb nur durch Kauf von CO2-Zertifikaten)
  • Lärm von 4 geplanten Verbrennungsturbinen (baugleich Flugzeugturbinen) mit entsprechender Lärmbelästigung (hohes Dauerpfeifen)
  • 400 MW installierte Wärmeleistung (entspricht 65 mal Tropical Island)
  • Hochdruckerdgasleitung mit 100 bar und 1400 mm Rohrdurchmesser durch Ortslage Radeland

Konkret: Ökologische Aspekte zur Erdgasfernleitung OPAL und Gasverdichterstation im Raum Baruth/Mark

Durch die Weiterführung des Raumordnungsverfahrens für das raumbedeutsame Infrastrukturvorhaben der WINGAS Transport GmbH & Co. KG ist die ökologische Zerstörung weiter Teile der Region Baruth/Mark nicht mehr ausgeschlossen.

1. Auswirkungen auf den Menschen

  • Zusätzlich zur holzverarbeitenden Industrie werden erhebliche Mengen CO2, NOx und SOx in das LSG eingebracht  (genauere Daten folgen)
  • Zusätzliche Lärmbelastung für Anliegergemeinden durch permanenten Betrieb von 2(3)Turbinen (keine Lärmprognose für Standort Radeland vorhanden!! Prognose für Baruth nur aus TA-Lärm (interne Verwaltungsvorschrift) von Groß Köris abgeleitet!!)
  • erzeugte Grundschallleistungspegel in der Größenordnung von 120 dBA
  • ständige Emission hoher Frequenzen
  • Bedrohung der Siedlungen durch wachsende Waldbrandgefahr
  • Beeinträchtigung der Sicherung der Erholungsfunktion des LSG durch Baulärm, Betriebsemissionen und Landschafts­verbrauch (unterläuft damit Schutzzweck von LSG’s)
  • Eingriff in die historisch gewachsene Kulturlandschaft und damit erheblicher Verlust der traditionellen, naturnahen Erholungsgebiete der Siedlungen Mückendorf und Radeland
  • Geländegefälle von mehr als 10m und 20m hohe Bäumen bedingen, bei Schornsteinhöhen von nur 30m Immissionen direkt im Kronenbereich der Kiefern, beim angegebenen Emissionsradius von 1500m
  • Vernichtung von 4+1,5 ha (zusätzlich 3m umlaufende baumfreie Zone) Kulturlandschaft Wald mit Altbaumbeständen
  • Gasverdichteranlage gefährdet den Artenreichtum im LSG
  • Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit durch Lärmemissionen in Waldgebieten fehlen
  • Umweltverträglichkeit entsprechend TA-Luft wurde nicht nachgewiesen
    (Einhaltung d. Anforderungen der 13. BImSchV i.V.m. der TA-Luft)
  • Hauptwindrichtung (W->O) liegt genau in der Emissionsschneise des „Holzkompetenzzentrums“ Baruth/M mit bereits 250MW Heizleistung (Verbrennung regenerativer Rohstoffe)
    → führt in Bodennähe zur Höchstkonzentration der Umweltbelastungen zusammen mit den Industrieemissionen der holzverarbeitenden Industrie, insbesondere in der Siedlung Radeland (bei Ostwetterlagen in Mückendorf), viele Tage im Jahr besteht Windstille am Boden
  • Inversive Wetterlagen im Herbst/Frühwinter führten bereits in der Vergangenheit zu  Industrieschnee und Höchstkonzentrationen von Immissionen in Siedlungsgebieten
  • Vorbelastung durch Lärm und Abgas des Industriegebiets wurde nicht berücksichtigt
  • Gefahr der Wasserverschmutzung durch Erdgasreinigungsstation (Gasentfeuchtung) und damit verbundenen Gefährdungsrisiken für die Mineralbrunnen der Getränkefirma „Baruther Urstromquelle“, beide Verdichterstandorte befinden sich in der Schutzzone III b des Wasserschutzgebietes Lindenbrück
  • mögliche oder unvermeidliche Grundwasserabsenkung führt zur Austrocknung der bereits gefährdeten Umgebung und weiträumigen nicht vorhersehbaren Auswirkungen
  • beide Verdichterstationen liegen in hochgradig waldbrandgefährdeten, munitionsverseuchten, großflächigen Kiefernwaldgebiet
  • Erhöhung der Waldbrandgefahr durch Einbringen großer Mengen von Abgas mit sehr hohen Rauchgastemperaturen (> 500 °C) – diskontinuierlicher Regelbetrieb; Einbringungsgebiet liegt in niederschlagsärmster Region Deutschlands
  • Risiko eines Katastrophenbrandes ausgehend von einem Havariefall in der Anlage, oder durch Waldbrände der unmittelbar angrenzenden trockenen Kiefernwälder
    (verstärkt durch starke Munitionsbelastung aus der Kesselschlacht zum Ende des 2. Weltkrieges)
  • die Gasverdichteranlage ist eine Industrieanlage, die nach Fertigstellung erweitert und weiter ausgebaut werden soll
  • es liegen keinerlei Gutachten für die Umweltverträglichkeit gegenüber Flora und Fauna vor

Wie wir erfahren haben, sind in Radeland Siedlung bereits die ersten Abriss-Verfügungen gegen dortige Grundstückseigentümer zugestellt worden.