Unitherm PRTR 2011

Quelle des Datenmaterials: Emissionsportal des Umweltbundesamtes, www.thru.de:

Teilweise wird das Werk Unitherm seitens der Stadtverwaltung als Biomasse-Anlage“ bezeichnet.

Nace-Code: Wärme- und Kälteversorgung.

Auf der Seite des Umweltbundesamtes www.thru.de wird die Haupttätigkeit angegeben als: Beseitigung oder Verwertung von gefährlichen Abfällen mit mehr als 10 t/d. Als Nebentätigkeit wird angegeben: Verbrennungsanlage mit mehr als 50 MW.

Die Geschäftsführung von Unitherm wies uns darauf hin, dass es sich sachlich dennoch in erster Linie um eine Anlage zur Erstellung von Wasserdampf und Energie handle und der Rest – die Beseitigung gefährlicher Abfälle – eine daraus resultierende Nebenerscheinung.

Freisetzungen in die Luft im Berichtsjahr 2011

  • CO2 – 450.000.000 kg (2010: 454.000.00 kg = keine Steigerung)
  • CO2 nicht-biogener Anteil – 34.100.000 kg (2010: 41.100.000 kg = Senkung um 17%)
  • Stickoxide (NO2/NOx) 302.000 kg (2010: 268.000 kg = Steigerung um über 12%)
Exkurs grundsätzlich zu NO2/NOx: Stickstoffoxide NOx (Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2)) entstehen überwiegend als unerwünschte Nebenprodukte bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen bei hoher Temperatur. Der mit Abstand größte Verursacher ist der Verkehr. Für den Menschen besonders schädlich ist NO2, da es die Lungenfunktion beeinträchtigt. Außerdem sind die Stickstoffoxide mitverantwortlich für die Versauerung und Eutrophierung (Überdüngung) von Böden und Gewässern. In der kalten Jahreszeit entsteht aus gasförmigen Stickoxiden und Ammoniak partikelförmiges Ammoniumnitrat. Dieses trägt zu einer großräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) bei. Im Sommer führen Stickstoffoxide zusammen mit Kohlenwasserstoffen zur Bildung von Ozon. Ob und welche Auswirkungen die Emissionen von Unitherm im konkreten Fall Baruth haben, können wir natürlich nicht beziffern. (Quelle: http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/luft/luftschadstoffe/nox/)

Verbringung gefährlicher Abfälle im Inland

  • 6.300.000 kg im Jahr (2010: 5.720.000kg = Steigerung um über 10%)
Abfälle gelten beispielsweise dann als gefährlich, wenn sie giftig oder ätzend sind, die Haut reizen oder sogar Krebs auslösen können. Zu solchen Abfällen gehören etwa Klebstoffe, Kunstharze, Schmieröle aller Art, Bremsflüssigkeiten sowie Farben und Lacke, die chlorierte Lösemittel enthalten. (Quelle: http://www.thru.de/thrude/wissen/schadstoffe-abfaelle-branchen/)

Verbringung ungefährlicher Abfälle im Inland im Jahr

  • 29.900.000 kg im Jahr (2010: 33.400.000 kg = Senkung um 10%)

Über 6 Millionen Kilo gefährlicher Abfälle und fast 30 Millionen Kilo anderer Abfälle nebst Hunderten von Millionen Kilo CO2 und über 300 Tausend Kilo verschiedener Stickoxid-Verbindungen.

Fraglich ist, wer das einatment und wo das niedergeht.

Alle Angaben wurden von uns sorgfältig überprüft. Irrtümer behalten wir uns dennoch ausdrücklich vor und korrigieren diese sofort, wenn wir zurecht darauf hingewiesen werden.