Industriebetriebe kooperationsbereit?

Nach Beschwerden und Bitten eines Anwohners der Hauptstraße wegen der häufigen Nichteinhaltung der nächtlichen 30-Zone in der Hauptstraße durch Schwerlastverkehr haben die Fuhrparkleiter sowohl von Classen als auch Klenk zugesagt, ihre Speditionen und Fahrer in viersprachigen Flugblättern nochmals auf die Einhaltung der StVO in Baruth aufmerksam zu machen.

Nach unseren Informationen wurde dies auch teilweise schon umgesetzt. Klenk stellte zusätzlich noch in Aussicht, ein Schild auf dem Betriebsgelände aufzustellen, auf dem die Fahrer ebenfalls darauf aufmerksam gemacht würden.

Auch die Spedition Assman zeigte sich bereit, diesbezüglich nochmals nachzuhaken.

Es ist erfreulich, dass die Industriebetriebe gewillt sind, auf die Beschwerden der Bürger wegen des LKW-Lärms im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzugehen. Überraschend ist dies insofern, als es die Frage aufwirft, ob die Stadt Baruth selbst trotz des massiven Ärgers wegen des LKW-Verkehrs in dieser Richtung selbst bis dahin nichts unternommen hatte. Allem Anschein nach hatte es keine Gespräche in dieser Hinsicht gegeben, denn ist es unwahrscheinlich, dass die Betriebe auf die Bitten eines Bürgermeisters nicht reagieren würden. Für uns unverständlich – auch abseits von politischen Grabenkämpfen.

Laut Aussagen der Fuhrparkleiter der erwähnten Betriebe waren diese auch nicht vertraut mit der Problematik der Fundamentrisse an den Häusern in der Hauptstraße, die nach unserer Auffassung ebenfalls zumindest teilweise im Zusammenhang mit dem LKW-Verkehr stehen, der wesentlich höher ist, als bei der Planung und Durchführung der B96 vorgesehen. Außerdem sind wir der Auffassung, dass ein großer Teil der Holz-LKW regelmäßig erheblich überladen sind – was für erhebliche Erschütterungen bei der Vorbeifahrt sorgt.

Classen erklärte sich zudem bereit, die Stadt Baruth/Mark mit weiteren drei Verkehrszählgeräten auszustatten, die die Fahrer über die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit informieren. Diese Geräte wurden von der Stadt Baruth/Mark jedoch noch nicht abgerufen. Das erste Zählgerät, das erschreckende Zahlen über die Durchfahrten auf der B115 offenbarte, wurde übrigens samt Fundamit ausgerissen und gestohlen.

Bürgermeister Peter Ilk sagte auf der letzten Stadtverordnetenversammlung in Antwort auf eine Anfrage eines unserer Mitglieder zu, dass man sich um den Abruf der von Classen zugesagten Geräte noch kümmern müsse.

Die von Classen in Aussicht gestellten Geräte zählen und messen den Verkehr dauerhaft und sind daher in der Lage, korrekte und belastbare Zahlen über die Verkehrsbelastungen und Geschwindigkeitsüberschreitungen in Baruth auszugeben. Zusätzlich erhofft man sich, dass die Verkehrsteilnehmer durch die Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit diese auch etwas reduzieren werden.

Wir freuen uns über diesen Versuch des Entgegenkommens wenigstens einzelner produzierender Betriebe und betonen, dass wir stets gesprächsbereit sind.