Ist schon Karneval?

Sehr viele Baruther Bürger haben sich die letzten Tage an uns gewandt und sich aufrichtig für unseren Einsatz bedankt, der endlich eine Verkehrsberuhigung, Lärmminderung und Erhöhung der Sicherheit für Kinder und ältere Leute bewirkt hat.

Zu unserer größten Verwunderung fast alle leise und unter der Hand. „Man traut es sich ja kaum zu sagen“, oder: „Öffentlich würde ich das nicht behaupten“. Da fragt sich doch jeder normale Mensch: Wo ist das Problem, sich darüber zu freuen, dass 40-Tonner mit Holz nicht mehr durch die kleine Innenstadt rasen? Die normalste Sache der Welt und allerhöchste Zeit!

Einige Baruther rückten raus: Ein uns ungenannter, männlicher oder weiblicher Möchte-gern-einflussreicher Baruther würde rumtröten, dass die 30-Zone geschäftsschädigend sei. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Da hat es sogar uns die Sprache verschlage! Erste Reaktion: zuviel gesoffen?

Denn ein zurechnungsfähiger Mensch kann nicht ernsthaft behaupten, dass die Tatsache, dass durch höchstrichterliche Anordnung Autos und fast 1000 LKW am Tag nun etwas langsamer durch unsere schöne Stadt Baruth fahren als vorher für irgendjemanden Nachteile haben könnte. Außer evtl. für die Durchfahrenden, die einen minimalen Zeitverlust beklagen könnten. Im Gegenteil, die Innenstadt wird dadurch unbestreitbar attraktiver, der Wohnort natürlich auch.

Wer auch immer die Person sein mag, der Baruther Bürger dazu verleitet, sich öffentlich nicht freuen zu wollen, so kann doch getrost festgestellt werden:

Entweder hat er oder sie nicht alle Latten am Zaun oder er bzw. sie möchte von eigenem Versagen und Untätigkeit über Jahre hinweg ablenken und fängt nun an, öffentlich blanken Unsinn zu verkünden, in der Hoffnung, dass es unüberlegt nachgeplappert wird. Oder, was noch peinlicher wäre: Er oder sie glaubt den eigenen Unsinn und stellt sein oder ihr vermeintliches (wohl gemerkt: vermeintliches) Eigenwohl – den Profit – über weniger Lärm und mehr Sicherheit für ältere Leute und unsere Kinder.

Alle drei Möglichkeiten sorgen allerdings bei den Leuten mittlerweile neben Kopfschütteln eher für Heiterkeit. Für wie dumm muss man die Leute eigentlich halten?

Wir wünschen allen Beteiligten in der Haupt- und Rudolf-Breitscheid-Straße von Herzen ENDLICH wieder gute Geschäfte. Wir sind uns sicher, dass die Verkehrsberuhigung in Baruth – so wie in jeder anderen Stadt der Bundesrepublik auch – für Ruhe, attraktivere Einkaufsbedingungen, mehr Gesundheit, mehr Sicherheit und realistische Immobilienpreise sorgen.