Maßnahmen von Classen

Wie vielen Baruthern Bürgern schon aufgefallen ist, steht seit einigen Wochen ein mobiles Verkehrszählgerät in Baruth, das Durchfahrenden die Geschwindigkeit anzeigt. Des weiteren ist dem aktuellen Stadtblatt zu entnehmen, dass auch die LKW Fahrer durch Classen angehalten werden, sich an das nächtliche 30-Gebot zu halten.

Wir begrüßen diese Maßnahmen und die damit zusammenhängende Investition ausdrücklich. Ein Dank an Classen!

Zwar ist es mehr als traurig, dass weder die Stadt Baruth selbst noch ihre gewählten Vertreter trotz Ihres großen Etats und unserer Anträge es bisher nicht für nötig gehalten haben, selbst Maßnahmen zu ergreifen und durchzusetzen. Trotzdem: Immerhin haben jetzt wenigstens die Privatunternehmer gehandelt.

Unseres Erachtens hat sich die anfängliche und durch mangelnde staatliche Kontrollen noch beförderte Ignorierung der Geschwindigkeiten insgesamt und der nächtlichen 30-Zone im Besonderen seitdem zumindest etwas gebessert – auch wenn die Verkehrs- und Lärmbelastung durch Schwerlastverkehr insgesamt sich seit einiger Zeit wieder deutlich verschärt hat.

Es wäre sehr zu begrüßen, wenn auch andere Firmen im Industriegebiet, die genauso großen oder sogar noch größeren Anteil am Schwerlastverkehr haben – Holztransporte und Mülltransporte zur Müllverbrennungsanlage – sich diesen Maßnahmen anschlössen bzw. sie ergänzten. Ob dies auf direktem Wege geschieht oder durch Einwirken auf die Verwaltung spielt letztlich keine Rolle.

Dem friedlichen Zusammenleben von Industrie und Bürgerschaft und der Steigerung der Lebensqualität der genervten Betroffenen würde dies jedenfalls guttun.

Es ist erfreulich, dass unser Einsatz wenigstens in dieser Hinsicht nach einiger Zeit und Anstrengungen Früchte getragen hat.

Wir stehen daher nach wie vor allen beteiligten Firmen und der Verwaltung für konstruktive Gespräche zur Verfügung, die Maßnahmen andenken und dann auch tatsächlich ausführen möchten, die die Verkehrs-, Lärm- und Umweltsituation in Baruth unter nachvollziehbarer Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen verbessern möchten. Ein bescheidener Anfang ist nun offensichtlich gemacht.

Bleiben darf es dabei nicht.