Petition zur Lärmminderung

Die Liste Lebenswertes Baruth hatte bereits Mitte Dezember eine Petition beim Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung eingereicht, die den gewählten Vertretern der Stadt zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden sollte.

Gegenstand ist der Antrag auf Verabschiedung eines sog. Lärmaktionsplans. Das ist ein Instrument zur Lärmminderung besonders betroffener Gebiete, zu dem die Kommunen unter bestimmten Bedingungen gesetzlich verpflichtet sind. Bei Fehlen dieser verpflichtenden Bedingungen gibt es bei Lärmbelastungen über 55/65 db/A Empfehlungen der EU und des brandenburgischen Umweltministeriums, einen solchen Plan dann dennoch freiwillig zur gesundheitlichen Entlastung der Bevölkerung zu verabschieden.

Diese Lärmbelastungen sind zumindest im OT Baruth weit überschritten.

Sie können unsere Petition HIER herunterladen.

Unsere Nachbargemeinde Nuthe-Urstromtal ist übrigens bereits mit der Ausarbeitung und Verabschiedung dieser Lärmminderungsmaßnahmen beschäftigt.

Viele andere betroffene Gemeinden sind diesem Weg gefolgt, auch solche, deren Lärmbelastung wesentlich geringer ist als die, der die Baruther Bevölkerung in verschiedenen Ortsteilen durch direkten Industrielärm wie auch durch mittelbaren Industrielärm (v.a. der Schwerlast-Verkehr) seit Jahren mit steigender Tendenz ausgesetzt ist.

Wir hoffen, mit diesem Antrag die Stadtverordneten auf die teilweise sehr belastende Lage in den betroffenen Ortsteilen aufmerksam zu machen und ihre Unterstützung für eine solche Maßnahme zu gewinnen. Ein solcher Lärmplan dient erstrangig der Gesundheit der Bevölkerung, steigert aber auch die Lebensqualität der Kommune ingesamt und macht sie damit attraktiver für Anwohner und Gäste.

Bisher ist es überraschenderweise noch nicht zu einer Entscheidung der Stadtverordneten in dieser Frage gekommen, da die Stadtverwaltung noch um eine Frist zur eingehenden Betrachtung der rechtlichen Konsequenzen eines solchen Plans ersucht hat. Dem haben die Stadtverordneten zugestimmt.

In der nächsten Sitzung der Stadtverordneten Ende März soll in dieser Frage abschließend entschieden werden.

Wir werden Sie darüber informieren. Für Fragen zum Lärmaktionsplan wenden Sie sich bitte jederzeit gerne an uns – wir stehen mit Rat und Tat zur Verfügung.